Zur aktuellen Situation der Psychotherapiewissenschaft und ihrer Auswirkungen
Volker Tschuschke, Harald J. Freyberger
Folie:
1.Evidenzbasierte Psychotherapie: woher kommt sie und was will sie?
⚠ %popwin width=1000 height=600%[[Tschuschke/TschuschkeAbbildung?skin=triad||Attach:SharedUpload./Tschuschke.jpg"Zeige Graphik"]]
- Das medizinische Modell
- Das kontextuelle Modell
2. Probleme mit dem EST-Paradigma
- Das Paradigma der randomisiert-kontrollierten Studie (RCT)
- Manualisierung
- Diagnostische Glossare
- Metaanalysen
3. Der „Dodo Bird“ ist höchst lebendig
4. Schlussfolgerungen
Vortrag:
3.2. Zum Artikel von Tschuschke und Freyberger
Referenz: Zur aktuellen Situation der Psychotherapiewissenschaft und ihrer Auswirkungen, von Volker Tschuschke, Harald J. Freyberger, Z Psychosom Med Psychother 61/2015, 122–138
* Bitte beachte, dass die Urheberrechte zu den Texten geschützt sind, und ich sie hier nur zum Studiumzweck zur Verfügung stelle. Solltest Du sie downloaden, dann bitte nur vorübergehend und zum Studiumzweck. Du verpflichtest dich, diese Texte danach nicht weiter zu verwenden bzw. zu löschen.
Diskussion:
Fünf Gruppen: Adeline, Coni, Sarah, Nicole, Barbara
Zur evidenzbasierten Psychotherapie
Diskussion in Kleingruppen:
- Evidenzbasierte Psychotherapie: woher kommt sie und was will sie?
- Das medizinische Modell x Das kontextuelle Modell
Zum EST-Paradigma
Diskutiere das Probleme mit dem EST-Paradigma
- Anhand der
⚠ %popwin width=1000 height=600%[[Tschuschke/TschuschkeAbbildung?skin=triad|Graphik]]
und gehe speziell auf die Themen
- Manualisierung
- Diagnostische Glossare
- Metaanalysen
ein
Zum Dodo Bird
Erkläre das Dodo Bird Paradox
- Was sagt es nicht aus?
- Was sag es doch aus?
Zu den Schlussfolgerungen von Tschuschke und Freyberger
Diskutiere die Schlussfolgerungen:
- Wie Evidenzbasierung in der Psychotherapie heute betrieben wird, ist nach unserer Auffassung eine Verzerrung dessen, was psychologische und psychotherapeutische Interventionen tatsächlich leisten und wie sie wirklich wirken.
- Es ist sehr schwierig, ohne RCT-Design eine Forschungsförderung zu erhalten beziehungsweise Manuskripte über naturalistische Forschung von namhaften Fachzeitschriften akzeptiert zu bekommen.
- Wir benötigen eine – zugegeben – sehr personal- und zeitaufwendige Prozess-Ergebnisforschung in der Psychotherapie
- Was bei wem wann, wie und warum nachhaltig günstige Veränderungen bewirkt, ist über viele Patienten-Therapeuten-Paare mit aufwendigen Prozessstudien zu untersuchen, um zu Gesetzmäßigkeiten zu gelangen, die für bestimmte Patienten- und Behandler-Merkmale entscheidend sind, und die die Psychotherapiewissenschaft wissenschaftlich empirisch substanziieren und voranbringen würden.
- Die klinische Praxis benötigt eine Forschung, die für eben diese Praxis Fragen beantwortet und nicht Laborstudien, die keinerlei Bezug zur Wirklichkeit alltäglicher psychologisch-psychotherapeutischer Versorgung haben, die weder interne noch externe Validität haben.
