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Zu den Schlussfolgerungen von Tschuschke und Freyberger

November 03, 2023, at 01:00 AMIsaias0\ Kommentar(e):editieren

Diskutiere die Schlussfolgerungen:

  • Wie Evidenzbasierung in der Psychotherapie heute betrieben wird, ist nach unserer Auffassung eine Verzerrung dessen, was psychologische und psychotherapeutische Interventionen tatsächlich leisten und wie sie wirklich wirken.
  • Es ist sehr schwierig, ohne RCT-Design eine Forschungsförderung zu erhalten beziehungsweise Manuskripte über naturalistische Forschung von namhaften Fachzeitschriften akzeptiert zu bekommen.
  • Wir benötigen eine – zugegeben – sehr personal- und zeitaufwendige Prozess-Ergebnisforschung in der Psychotherapie
  • Was bei wem wann, wie und warum nachhaltig günstige Veränderungen bewirkt, ist über viele Patienten-Therapeuten-Paare mit aufwendigen Prozessstudien zu untersuchen, um zu Gesetzmäßigkeiten zu gelangen, die für bestimmte Patienten- und Behandler-Merkmale entscheidend sind, und die die Psychotherapiewissenschaft wissenschaftlich empirisch substanziieren und voranbringen würden.
  • Die klinische Praxis benötigt eine Forschung, die für eben diese Praxis Fragen beantwortet und nicht Laborstudien, die keinerlei Bezug zur Wirklichkeit alltäglicher psychologisch-psychotherapeutischer Versorgung haben, die weder interne noch externe Validität haben.

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